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Ein Arztbesuch. Routinecheck. Blutabnahme. Vielleicht hatte man das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Vielleicht aber auch nicht. Auf einmal kommt, wenige Tage nach dem Termin, der Anruf mit der Diagnose Parkinson. Parkinson – im ersten Moment eine sehr erschreckende Aussicht, die zu vielen Einschränkungen führt. Das man aber auch lernen kann damit zu leben und sogar Freude an Bewegung zu haben, zeigen die sehr positiven Erfahrungen von FIT TEAM Bodensee, die bereits seit mehreren Jahren Parkinson-Erkrankte bei ihrem Training und darüber hinaus begleiten.

Sport und Parkinson schließen sich nicht aus

Der französische Psychiater Jean-Martin Charcot benannte die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung – nur Alzheimer tritt häufiger auf – 1884 als Morbus Parkinson nach dem englischen Arzt James Parkinson, der die Symptome erstmals 1817 beschrieb.

Seitdem hat sich in der Behandlung und den Möglichkeiten viel getan. Nichts destotrotz ist die Krankheit bis heute nicht heilbar. Betroffene können nur lernen damit umzugehen. Durchschnittlich erkranken Patienten etwa mit 60 Jahren daran, vermutlich verursacht durch jahrzehntelange Veränderungen im Körper, die also bereits davor begonnen haben. Auch wenn das Risiko bei Männern bei 2 Prozent und bei Frauen sogar nur bei 1,3 Prozent liegt, daran zu erkranken, mindern die Auswirkungen die Lebensqualität der Betroffenen deutlich. Seit 1990 sind die Zahlen der Erkrankten sogar steigend, was noch nicht näher erforscht ist.

Charakteristisch für die Parkinson-Krankheit ist zum einen das unkontrollierte Zittern, fachlich Tremor genannt und weitere Bewegungs- und Koordinationsstörungen wie Steifheit der Muskeln (Rigor), eingeschränkte und langsame Bewegungen (Bradykinesie). Dazu kommen auch Gleichgewichtsstörungen. Je schlimmer der Verlauf ist, kann sogenanntes „Einfrieren“ von Bewegungen (Freezing), Schwierigkeiten beim Sprechen und Schlucken, Störungen der vegetativen Funktionen (z.B. Blutdruckregulation), Schlafstörungen, Depressionen und geistige Beeinträchtigungen bis hin zur Demenz hinzukommen.

Neben der kontinuierlichen Betreuung durch fachspezifische Ärzte, entsprechender medikamentöser Therapie und der Begleitung durch Physiotherapeuten, kann vor allem Bewegung und Sport zu einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität, Milderung der Symptome und Verlangsamung des Krankheitsverlaufes führen.

Diese Verlangsamung des, oftmals schnell voranschreitenden, Parkinson-Verlaufs und die deutliche Verbesserung der Handlungsfähigkeit im Alltag beobachten die professionellen Trainerinnen und Trainer des FIT TEAM Bodensee bei ihrem Training mit Betroffenen deutlich. Jahrelange Erfahrung in diesem speziellen Bereich und ein, an die Bedürfnisse angepasstes Training, zeigen nach jeder Einheit positive Effekte und konnten und können bereits bei mehreren Kunden, die teilweise rund 10 Jahre mit FIT TEAM Bodensee trainieren, beobachtet werden.

Wieder gehfähig – kaum Noch Rollstuhl!

Bliebe eine Parkinson-Erkrankung unbehandelt würde sie oftmals im Rollstuhl enden. Daher ist es wichtig, bereits frühzeitig mit Mobilisationsübungen zu beginnen, das Laufen zu trainieren und auch die Stabilität des Körpers zu erhalten. Ein Kunde der Trainer am Bodensee ist dadurch bis dato sogar in der Lage zu gehen und nicht im Rollstuhl – und das trotz hohem Alters von über 80 Jahren und einer rund 11jährigen Krankheitsgeschichte.

Im Unterschied zum klassischen Training wird hier der Fokus auf leichte Kraftübungen gelegt. Gemeinsam werden an die Tagesform angepasste Spaziergänge unternommen und dabei das Krankheitsgeschehen beobachtet.

Parallel sind die Trainer in enger Abstimmung mit Angehörigen und Ärzten der Betroffenen. Übungen, die aus Rehabilitationsmaßnahmen kommen oder vom Physiotherapeuten vorgegeben werden, werden ins Training integriert, wenn dies vielleicht oftmals allein nicht möglich wäre. Auch spezielle Atemübungen und Bewegung der Extremitäten werden in die Trainingseinheiten eingeplant. Durch die oft langjährige Zusammenarbeit eines Trainers mit seinem Kunden, weiß dieser ganz genau, in welcher körperlichen Verfassung dieser ist und kann einfühlsam spüren, was an diesem Tag gegeben ist.

„Nach einer Einheit merke ich ganz deutlich, wie die Verkrampfung der Muskeln bei meinem Kunden nachlässt. Hierbei überlasse ich aber ihm die Entscheidung, wie weit er an jedem Tag gehen möchte“, berichtet Regine Mayer, Trainerin des FIT TEAM Bodensee, die bereits seit mehr als acht Jahren mit einem Parkinson-Erkrankten Senioren trainiert.

Auch Musik und rhythmische Übungen werden in die Fitnessstunde eingebaut, da die Erfahrung zeigt, dass dies für Entspannung sorgt, der Spaßfaktor steigt und die Bewegungen weicher werden.

Zeigt sich am Ende eines Trainings ein Lächeln auf dem Gesicht, ist das Ziel erreicht! Denn das ist es, worum es letztendlich geht: Die Freude an Bewegung zu erhalten und überhaupt möglich zu machen.

Standort Bodensee Fit Team
Bodensee

Durch die spezielle Ausbildung der Trainerinnen und Trainer des FIT TEAM Bodensee und die Fachkenntnis über die Symptome der Parkinsonerkrankung – wie beispielsweise der Freeze-Situationen, wird mit speziellen unterstützenden Maßnahmen auch eine solche Situation überwunden. Gerne beraten wir Sie zu Training mit dieser chronischen Erkrankung und der Erfolge, die sich mit Übungen erzielen lassen. Wir freuen uns auf Ihren Kontakt.

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