Training Kleingruppe Personal Trainer

Bei dieser Frage gehen die Meinungen auseinander.

Immer wieder kommen Klienten und motivierte Sportler auf uns zu und stellen genau diese. Als wir uns für diesen Text damit befasst haben, ließen wir die verschiedenen Trainingsanfragen der Menschen, die oftmals auch lange mit uns trainieren, Revue passieren und können definitiv sagen:

Beide Varianten können gut funktionieren.

Die Effektivität steht und fällt jedoch mit den Zielen, den (körperlichen) Voraussetzungen und den Wünschen des Einzelnen.

Ein gutes Beispiel hierfür sind drei Mädels, welche gemeinsam in einem Reihenhaus nebeneinander in derselben Straße wohnen. Die Ziele wieder fitter zu werden, allgemein etwas für die Gesundheit zu tun und sich wieder mehr zu bewegen, schwelte bei allen dreien schon lange. Doch die Motivation, das Ziel konkret anzugehen, fehlte im Alltagsstress. Zum Glück hat ein Ehemann der drei eines Tages eine brillante Idee: Eine der Frauen erhielt einen Gutschein für ein Personal Training beim FIT TEAM Rostock.

Andy Floreck

Statt sich alleine beim Standortleiter Andy Floreck zu melden, schnappte sie ihre Freundinnen und buchte ein gemeinsames Probetraining. Mittlerweile ist die Gruppe Mitte 40 und sportelt auch nach Jahren immer noch regelmäßig mit Andy – zumeist Outdoor in der Natur, manchmal aber auch in einem Trainingsraum. 

Diese drei Ladies sind ein gut funktionierendes Beispiel für „TEAM Gruppentraining“. Ausschlaggebend dafür, dass diese Konstellation oder eine ähnliche so gut funktioniert, sind jedoch wichtige Faktoren, die Personaltrainer wie Andy beim ersten Kennenlernen mit der möglichen Kleingruppe besprechen oder alternativ dahingehend beraten, dass ein Einzeltraining effektiver wäre.

Liegen die gleichen (körperlichen) Grundvoraussetzungen vor?

Auch hier eignet sich unsere Frauengruppe als gutes Beispiel.

Bei den drei Freundinnen war eine Dame extrem schlank, dafür haperte es an der Haltemuskulatur. Die anderen beiden hatten von „Haus aus“ einen guten Aufbau der Muskulatur, jedoch hatten sie nach eigenem Gefühl ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen.

In anderen Gruppen sind die Grundvoraussetzungen vielleicht noch konträrer. Möglicherweise hat der eine Sportler in der Gruppe gesundheitliche Probleme oder Vorerkrankungen, auf die eingegangen werden muss? Andere hingegen haben eine umfangreiche sportliche Erfahrung und sind sehr athletisch. 

Existieren die gleichen körperlichen Gegebenheiten, ist Kleingruppentraining machbar. Liegen jedoch physiologische Einschränkungen vor, ist tendenziell eher ein Einzeltraining empfehlenswert, bei welchem dementsprechend darauf eingegangen wird. Gegebenenfalls wird mit Ärzten oder Physiotherapeuten ein abgestimmtes Training konzipiert.

Oftmals beginnt Andy daher auch mit einem Einzeltraining, bis entsprechende Grundvoraussetzungen geschaffen sind, denn nur in einem solchen kann man sich vollumfänglich auf die (körperlichen) Gegebenheiten des Klienten konzentrieren und muss nicht parallel die ebenfalls genauso wichtigen Bedürfnisse anderer Gruppenteilnehmer beachten.

Denn, dass komplett gleiche Grundvoraussetzungen vorliegen, ist nicht sehr häufig. Bei der Gruppe aus Frauen hat es glücklicherweise gut funktioniert, da mehrere der unteren Faktoren vorlagen und ein entsprechendes Miteinander im Team.

Liegen die gleichen Ziele vor?

Abnehmen und fitter werden, wie bei Andys Frauengruppe, sind recht artverwandt. Hier kann jede Trainingseinheit so konzipiert werden, dass alle Teilnehmerinnen im Training voll auf ihre Kosten kommen. Anders wäre das, wenn der eine Teilnehmer sich richtig auspowern will oder sich auf einen Wettkampf fokussiert und der andere ‚nur‘ die Haltung verbessern möchte. Derart konträre Zielvorstellungen wären dann definitiv ein Grund eher Einzeltraining in Kombination mit einem Personal Trainer zu forcieren.

Ist die Gruppe homogen?

Erfahrungsgemäß ist es laut Andy nur sinnvoll in einer Gruppe zu trainieren, wenn sich die Gruppe, wie auch immer zusammengestellt, bereits vorher kennt. Denn dann weiß man als Trainierender, worauf man sich einlässt. Ob Ehepaare (sicherlich die kleinste Form der Gruppe), Familien, Freunde, Trainings-Buddys, die auf einen Wettkampf trainieren wollen oder Arbeitskollegen – Gruppentraining kann Spaß bringen und die gemeinsame Aktivität motiviert und stachelt einen auch persönlich an. Der gemeinsam mit der Gruppe vereinbarte Termin, schafft dazukommend für einen selbst eine gewisse Verbindlichkeit.

Die Hürde ein Training nicht wahrzunehmen ist deutlich höher. Gelegentlich stellt aber diese Terminfindung auch ein Problem dar: Dies wird deutlich, wenn in einer Gruppe unterschiedliche Zeitpläne existieren. Somit muss erstmal ein Termin gefunden werden, der für alle passt und der möglichst auch regelmäßig ist.

Sie sehen: Es gibt bei allen Aspekten Vor- und Nachteile.

Eine gut funktionierende Ausnahme einer Gruppe, die sich meist nur oberflächlich kennt, stellen die Firmentrainings dar, wie Andy in den letzten Jahren gemerkt hat. Das liegt an den dortigen Zielen wie Teambuilding, allgemeine Fitness, Verbesserung der Haltung und eine verbesserte Motivation.

Eine weitere Ausnahme sind ausdauer-basierte Trainings, bei denen der Fokus auf Fun liegt, so wie Tanz, Zumba, Aerobic und Co. Wobei auch hier gesagt werden muss, dass im Gruppentraining das Augenmerk des Trainers nicht so detailliert auf der korrekten Ausführung einer Übung bei jedem Einzelnen liegen kann, wie bei einem Einzeltraining.

Me-Time oder gemeinsame Zeit?

Gerade die kleinste Einheit der Kleingruppe – nämlich Ehepaare – sind oftmals die Kunden, bei denen Einzeltraining effektiver ist, als Gruppentraining. Andy trainiert bereits seit rund zehn Jahren mit Ehepaaren und kann rückblickend sagen, dass nur ein Paar sich entschlossen hat gemeinsam Sport zu treiben. Alle anderen haben sich gleich zu Beginn entschieden, diese Zeit für sich effektiv zu nutzen. Diese Alternative ist aus Trainersicht auch zumeist gut, denn das gemeinsame Trainieren mit dem Partner könnte auch Stress bedeuten.

Auf der einen Seite wird man vom Partner motiviert, auf der anderen Seite lässt man sich unterschwellig unter Druck setzen, da man mit seinem Partner „mithalten“ möchte. Die kann dazu führen, dass ein Trainingsteilnehmer unterfordert ist, während der andere über seinem Niveau trainiert. Gerade in der Corona-Zeit haben „Andys Pärchen“ die Me-Time als Einzeltraining schätzen gelernt, da man sonst in Homeoffice und Lockdown kaum Momente für sich findet. Die persönlichen Ziele werden so besser erreicht.

Unsere Empfehlung:

Eine Mischung aus Gruppen- und Einzeltraining

Das ist übrigens auch eine gute Option für Familien.

Ein Rostocker Ehepaar trainiert 1x die Woche einzeln und 1x die Woche gemeinsam. Beim Einzeltraining liegt der Fokus auf den persönlichen Zielen. Beim Gruppentraining geht es mehr darum, mit Spaß zusammen Zeit zu verbringen und sich fit für das gemeinsame Hobby – Radfahren – fit zu halten.

Eine finale und absolute Antwort darauf, ob Gruppentraining oder Einzelstunden effektiver sind, kann und möchte der Personaltrainer nicht geben, denn es kommt tatsächlich auf das Gesamtpaket an. Wichtig ist aber, dass man immer wieder miteinander und auch mit dem Trainer ins Gespräch geht und prüft, ob die Ziele und Wünsche noch passen oder etwas angepasst werden muss. Das Wichtigste bei der Entscheidung der passenden Variante ist, dass sie für einen persönlich den ersehnten Mehrwert bieten und Freude an der Bewegung bringt.

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