Gesundheit Resilienz Sport

Körperliche Gesundheit und seelische Widerstandskraft gehören zusammen, wie Pech und Schwefel, Bonnie und Clyde oder die Waffel rund um das Hanuta. Und da bekanntlich die körperliche Gesundheit durch Sport beeinflusst wird, liegt ein Dreigestirn vor, dass voneinander abhängt. Vernachlässigt man einen Aspekt, können auch die anderen nicht zu einhundert Prozent funktionieren. Aber warum ist das so?

Haben Sie schon mal von Resilienz gehört?

Nein? Und besonders nicht im Zusammenhang mit Gesundheit und Sport? Dann wird es jetzt Zeit. Denn als wir begonnen haben uns damit zu befassen, konnten wir nicht nur sportlich, sondern auch persönlich ein ganz neues Level erreichen.

Für Resilienz gibt es nicht die eine Definition, der Begriff beschreibt im Wesentlichen das Zusammenspiel der menschlichen Psyche im Umgang mit Stress, um Krisen gesund zu meistern. Verschiedene Resilienzmodelle stellen jeweils wichtige Schutzfaktoren für die psychische und physische Gesundheit dar. Eine mögliche Definition nennt Sylvia Kéré Wellensiek in ihrem Handbuch Resilienztraining:

„Die Fähigkeit zu innerer Stärke wird in der Psychologie als Resilienz beschrieben. Resiliente Menschen können auf die Anforderungen wechselnder Situationen flexibel reagieren – eine lebenswichtige Fähigkeit, vor allem wenn der äußere und innere Belastungsdruck steigt. Im wirtschaftlichen Kontext übersteigt die Definition des Begriffs »Resilienz« die individuelle Fähigkeit und inkludiert darunter auch die organisationale Fähigkeit, sich schnell und erfolgreich an ständig verändernde Anforderungen, intern wie extern, anzupassen.“

Sylvia Kéré Wellensiek

All das sind also Aspekte, die von uns im Alltagsstress und im Umgang mit unseren Mitmenschen ständig gefordert werden. Einigen von uns geht das leicht von der Hand – anderen fällt das schwerer. An manchen Tagen schafft man das, an anderen vielleicht nicht. Die Faktoren in unserer Umwelt sorgen für so viele Eindrücke und Einflüsse (Stressfaktoren), dass unsere Psyche ganz schön gefordert wird, all dem immer stabil zu begegnen.

Eine Studie im Ärzteblatt beschreibt das Thema anhand einer Matrix beziehungsweise Skala. Dabei geht es um Selbstvertrauen, Unabhängigkeit, Beherrschung, Beweglichkeit und Ausdauer, sowie die Faktoren Anpassungsfähigkeit, Toleranz und die flexible Sicht auf sich selbst und den eigenen Lebensweg.

Diese Widerstandsfähigkeit soll nicht bedeuten, dass innerlich Widerstand gegen eine Situation geleistet, dagegen angekämpft und verdrängt werden soll. Es geht vielmehr darum, wie man mit körperlichen und geistigen Methoden lernt, besser und schneller eine Krise zu bewältigen ohne Schaden davon zu tragen.

Nun aber genug der Definitionen…

Der Kreis zum Sport schließt sich dadurch, dass eine Vielzahl der Menschen Sport und vor allem Leistungssport nicht leichtfällt. Oftmals ist – zumindest am Anfang – Überwindung gefragt, außer Sie haben das Eiserner-Wille-Ich-beiß-mich-da-durch-Gen.

Jemand der jedoch viele Resilienz-Faktoren in sich vereint, steht dem einfacher gegenüber, da die Neigung aufzugeben oder bei schwierigen Situationen nicht weiterzumachen, weniger gegeben sind. Dieser sogenannte Sportsgeist ist in den Resilienzfaktoren versteckt zu finden. Beispielsweise hat jemand, der jahrelang Sport treibt, wahrscheinlich ein gewisses Vertrauen darin, seine sportlichen Ziele zu erreichen.

Hat man als Sportler größere Ziele, ist eine starke Selbstwirksamkeitsüberzeugung unverzichtbar. Wie sonst sollte man über lange Perioden hinweg trainieren, um einen definierten, gesunden und muskulösen Körper oder eine Triathlon-taugliche Fitness zu haben? Dieser Punkt ist mit einem weiteren Resilienzfaktor eng verbunden: Sinnhaftigkeit – dem Aspekt, dass der eigene Einsatz und das Ziel für einen selbst Sinn machen.

Anders gesagt…

Man muss schon wissen, wofür man Sport und vor allem Leistungssport betreibt. Wer sich dies immer wieder vor Augen führt, hat größere Chancen, seine Ziele – ob sportlich oder auch in anderen Bereichen – dauerhaft umzusetzen.

Bedeutet das im Umkehrschluss, dass man ohne persönliche Resilienzfaktoren keine guten Chancen hat, sportliche Ziele zu erreichen? Nein, keine Bange! Denn den Umgang mit schwierigen Situationen kann man ebenfalls trainieren. Es geht also darum, nicht nur dem Körper etwas beizubringen, sondern dies im Einklang mit dem Geist zu tun, um langfristig gesund und leistungsstark zu sein. Wichtig ist, mit sich selbst gut umzugehen, und somit zum einen sportliche Ziele erreichen zu können, aber auch dem Alltagsstress gewachsen zu sein.

Ein ganzheitlich gesundes und fittes Leben sind also eng mit einer hohen seelischen Widerstandskraft verknüpft. Denn wie bei Waffel und Hanuta, gilt das auch umgekehrt: Wer sportlich aktiv ist, der stärkt Körper und Seele. Nicht nur durch pathologische Punkte, sondern auch durch seine Erlebnisse als Sportler und die positiv erlebten Erfahrungen.

Ich habe Kraft und Energie, ich kann etwas erreichen, ich kann mein Feel-Good selber steuern. Nicht schlecht, oder?

Standort Lindau Fit Team
Lindau

Gerade im Personal Training haben Ihre Trainer vom FIT TEAM Lindau die Möglichkeit, diese Aspekte ganz individuell ins Training einzubauen und gemeinsam an den Resilienzfaktoren zu arbeiten. Man trainiert sich eine ganz neue, starke innere Haltung an, die wiederum auch in andere Bereiche des Lebens ausstrahlen kann. Widerstandsfähiger im Job, Privatleben oder ungemütlichen Situationen zu sein – eine Win-Win-Win-Situation.

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