Fermentierte Karotten

Schon unsere Großmütter kannten den gesundheitlichen Vorteil von fermentierten Lebensmitteln und wie sie hergestellt werden wussten sie auch sehr genau. Fermentierte Lebensmittel sind gesund und lecker und wer gerne eine säuerliche Abwechslung in seinem Speiseplan hat, oder fermentiertes Gemüse herstellen möchte, sollte diesen Blog vom Fit Team Bodensee lesen.

Zum Fermentieren eignen sich prinzipiell alle Gemüsesorten.
Weiches Gemüse wie z.B. Zucchini oder Tomaten werden etwas matschig, schmecken aber verfeinert mit den passenden Gewürzen sehr lecker.
Das „sauer“ eingelegte Gemüse schmeckt interessant, frisch und leicht und kann warm oder kalt genossen werden.
Es ist sehr gut für unsere Darmflora, denn es enthält sehr viele wichtige Bakterien, Vitamine und Enzyme, die unsere Verdauung unterstützen, unseren Stoffwechsel anregen, den Insulinspiegel niedrig halten und deshalb beim Abnehmen helfen können. 

Wer unter Blähungen, Krämpfen oder einem Candida-Pilz leidet, kann durch fermentierte Lebensmittel Abhilfe schaffen.
Sie gelten deshalb sogar als Superfood! Früher war das Fermentieren eine beliebte Methode, um Lebensmittel haltbar zu machen und vor Vitamin C Mangel zu schützen. Das nutzten schon die Seefahrer zur Vorbeugung gegen den Skorbut. 

Und so funktioniert der Fermentationsvorgang:

Bakterien, die sich auf dem Gemüse befinden, ernähren sich von dem in den Lebensmitteln enthaltenen Zucker und der Stärke. Sie wandeln diese Stoffe in Milchsäure um, beziehungsweise sie scheiden diese aus und so entsteht der Milchsäurevorgang, der als natürlicher Konservierungsstoff wirkt und lebenswichtige B-Vitamine und Omega 3 Fettsäuren enthält. 

Rezept für fermentierte Karotten: 

700gr. Karotten am Vortag schälen und fein hobeln. 15gr. Ingwer schälen und in sehr kleine Würfel schneiden, mit 15gr. Salz vermischen und über Nacht kalt stellen, damit sich Gemüsesaft bilden kann. 

Am nächsten Tag 1 l Wasser erwärmen und 20 g Salz darin auflösen. 

Die Karotten mit der Hand in ein Einmachglas pressen. Je weniger Luft zwischen den Karotten desto besser. Das Glas komplett mit den Karotten voll machen und das Salzwasser über die Karotten gießen – bis knapp unter dem Rand des Glases. 

Nun das Glas nur mit dem Deckel zudecken, aber nicht mit dem Einmachgummi oder Bügelverschluss schließen, damit das CO2 entweichen kann. 

Die Salzlake während des gesamten Fermentiervorgangs beobachten und nach Bedarf etwas Lake nachgießen. 

Das Glas vor direktem Licht schützen und wenn möglich kühl stellen, zwischen 13 und 24 °C, je kühler desto besser. Die Dauer des Fermentiervorgangs beträgt bei Karotten ca. 2-3 Tage, aber richtig lecker ist es nach ca. 14 Tagen. 

Haltbar ist das fermentierte Gemüse wochenlang.

Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit wünscht das Fit Team Bodensee!

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