Wo möchten Sie trainieren?

5 unbequeme Fakten über Alkohol und Sport

Ein Bier ist isotonisch und ein Gläschen Rotwein am Tag ist gesund. Jeder der diese Aussagen kennt und sich nun erhofft, diese werden nun endlich eindeutig bestätigt, müssen wir leider enttäuschen. Zum einen sind es eben wirklich nur unzureichend belegte Aussagen und eben keine unverrückbaren, wissenschaftlich ausreichend belegten Fakten und zum anderen sind die nachgewiesenen positiven Effekte in der Summe vernachlässigbar, verglichen mit den negativen Auswirkungen von Alkohol. Und dabei ist es egal ob man Alkohol in Maßen oder in Mengen trinkt. Sollten Sie sich als Sportler beim Thema Alkohol also wirklich asketisch zurückhalten? Nun, leider ist sich die Wissenschaft auch in diesem Punkt nicht ganz einig darüber, wo man die Grenze zwischen dem, was noch gesund ist, und dem Punkt, der das Training negativ beeinflusst, zieht. Gängige Empfehlungen für Alkoholgenuss ohne gesundheitliches Risiko liegen bei 10 g Alkohol für Frauen (⅛ Liter Wein) und 20 g für Männer (¼ Liter Wein, 0,3 l Bier) pro Tag. Generell ist aber auf jeden Fall vom täglichen Alkoholgenuss bei Sportlern abzuraten. Warum, sehen Sie in unseren fünf unbequemen Fakten über Alkohol:

1. Alkohol, eine unterschätzte Kalorienquelle
Kleines Rechenbeispiel: Jedes Gramm Alkohol liefert dem Körper 7 kcal (1 g Fett liefert im Vergleich dazu 9 kcal). Ein großes Bier hat bereits 200 Kalorien – um das wieder los zu werden, müsste man ungefähr eine halbe Stunde joggen. Rechnet man nun noch den Kaloriengehalt von Sahne, Säften oder Sirup in Mischgetränken hinzu, wird eine gesunde Ernährung durch Alkohol mehr als zunichtegemacht.

2. Alkohol dehydriert den Körper
Folge: Ihr Mineralstoffhaushalt stimmt nicht mehr – Ihre Muskeln werden somit schlechter versorgt und bringen folglich auch weniger Leistung! Wer beim Training am nächsten Tag nicht allzu viel Leistung einbüßen möchte, sollte folgende Regel beachten: Zu jedem Glas Bier oder Wein auch ein Glas Wasser oder gleich die gespritzte Form (Weinschorle, Radler) trinken. Das spart nicht nur Alkohol, sondern wirkt auch der Dehydrierung etwas entgegen.

3. Alkohol verlängert die Regeneration
Auch hier gibt es zwar keine klar definierte Grenze, ab wann Alkohol die Regeneration negativ beeinflusst. Fakt ist allerdings, dass Alkohol die Ausschüttung von Wachstumshormonen hemmt, welche von äußerster Wichtigkeit für Regeneration, Fettabbau und Muskelaufbau sind. Alkohol sorgt zudem immer auch für unruhigeren Schlaf. Zu wenig Schlaf und Alkohol bedeuten Stress für Ihren Körper. Genau genommen steigt der Cortisolspiegel, also der Anteil des sogenannten Stresshormons, stark an. Cortisol hemmt als Gegenspieler des Testosterons (dessen Spiegel sinkt) und muskelabbauendes Hormon den Muskelaufbau und hemmt zudem den Abbau von Fettgewebe!

4. Alkohol schwächt das Immunsystem
Ihr Körper verschwendet vereinfacht gesagt zu viel Energie für den Abbau des Alkohols. Das direkt nach dem Sport ohnehin kurzfristig anfälligere Immunsystem, verliert somit weitere Widerstandskraft gegen Krankheitserreger.

5. Alkoholkonsum verursacht Fehlübertragungen von Nervenreizen
Trainieren nach Alkoholkonsum – auch am nächsten Tag – kann besonders fatal sein! Zum einen kann der Körper stoffwechselbedingt den Trainingsreiz kaum verarbeiten, zum anderen fehlen ihm aufgrund der dehydrierenden Wirkung wichtige Mineralstoffe, sodass die Kontraktionsfähigkeit der Muskulatur herabgesetzt ist. Es kann also durchaus zu Krämpfen, herabgesenkter Schmerzresistenz und natürlich vor allem zu einer deutlichen Leistungseinbuße kommen. Oft äußert sich Alkohol am Vorabend, in Form einfachster Koordinationsschwächen im Training.

Allerdings haben wir für Sei eine gute Nachricht zum Schluss: Alkoholfreies Bier ist wirklich ein kleiner Lichtblick für alle, die nicht komplett auf ein kühles Bier verzichten möchten. Denn die meisten antialkoholischen Biere sind isoton, sprich bezüglich der Zusammensetzung ihrer Salze genauso gemischt wie die körpereigenen Flüssigkeiten. Dadurch ist auch ein alkoholfreies Bier mit Abstrichen geeignet für den Körper, um Elektrolyt- und Flüssigkeitsverluste nach dem Sport auszugleichen. Ganz alkoholfrei, wie man vielleicht denkt, sind sie aber nicht. Bis zu 0,5 Prozent kann deren Alkoholgehalt betragen. Aber zugegeben, das, lässt sich nun wirklich hin und wieder verschmerzen!